TAT

Hunde als Therapeuten

TAT

 

Psychisch Kranke und Hunde

Hunde haben in verschiedensten Beeichen positive Auswirkungen, so findet man Tiere bereits im therapeutischen Einsatz bei jungen Straftätern, bei Suchtkranken, aber auch bei chronisch schwer kranken Menschen. Dies ist in dem Buch Tiere helfen Menschen von Frau Dr. Phil. Carola Otterstedt nachzulesen. Ich möchte im Folgenden nur auf die Auswirkung von Tieren bei psychisch Kranken eingehen.

Corson beispielsweise konnte in der Studie (Vgl. Corson et al.: Pet dogs as nonverbal communication links in hospital psychiatry, in: Comprehensive Psychiatry 18, Heft 1 (1977) 61-72) messbare Erfolge der Therapie bei einem Co-therapeutischen Einsatz von Hunden in einer psychiatrischen Klinik nachweisen. Von 50 Patienten, die auf konventionelle Therapie nicht ansprachen, zeigten 47 deutliche Besserung des Befindens. Corson sieht die Rolle von Tieren insbesondere als "soziale Katalysatoren".

In einer weiteren Studie untersuchten Sandra Barker und Kathryn Dawson den Nutzen von Hunden in der Therapie von Menschen mit psychischen Erkrankungen. (The Effects of Animal-Assisted Therapy on Anxiety Ratings of Hospilized Psychiatric Patiens; S. Barker, K. Dawson, Psych Services, 1998, vol. 49,m pp. 797-801). Hierzu wurden 230 Patienten untersucht. Die Studie ergab, dass eine Hundeunterstützende Therapie zu einer signifikanten Reduktion von Ängsten (anxiety scores) bei Patienten mit Psychosen, Depressionen und anderen Erkrankungen führt. Im Unterschied dazu führen traditionelle Therapien wie z.B. Kunst und Musiktherapie nur zu einer Verringerung bei Patienten mit Depressionen.

Der Human- und Veterinärmediziner Dr. Armin Claus beschreibt in seiner Studie "Tierbesuch und Tierhaltung im Krankenhaus", dass zwei Drittel aller Patienten während des Klinikaufenthaltes sich emotional alleine gelassen fühlen und ihre seelische Verfassung als schlecht bezeichnen werden. Förderliche Einflüsse des Tierkontaktes für die Patienten sieht Claus u.a. in folgenden Wirkungsweisen:

  • Zuwendung ohne menschliche Maßstäbe der Attraktivität
  • Körperkontakt
  • Linderung von Angst und Stress
  • Reduktion weiterer negativer Gefühle, wie Einsamkeit, Isolation, Depression.
Exemplarisch möchte ich als Abschluss gerne die Psychiatrische Akutstation des ZFP Weissenau nennen. Im Jahre 2002 wurde dort ein zunächst auf drei Jahre begrenzter Modellversuch genehmigt. Seit November 2002 lebt ein Stationshund auf der Akutaufnahmestation. Zusammenfassend deuten die bisherigen Beobachtungen in Weissenau auf eine positive d.h. therapieunterstützende Wirkung des Hundes auf Selbstwertproblematik, Spannungszustände, Aggressionspotential, produktive Symptomatik, Antrieb, Affekt, Sinnstiftung, Deeskalation und Entaktualisierung psychischer Krisen des Patienten hin.

 


Home

Wir stellen uns vor

Sinn der Arbeit
Ausbildung

bisherige Einsätze

Hunde und Kinder

Hunde und Senioren

Hunde und psychisch Kranke

bisherige Veröffentlichungen

Kontakt

links

Bull-Mastiff.de

Gästebuch