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Hunde als Therapeuten

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Tiere als Therapeuten?

Es gibt verschiedenste Effekte, die Tiere auf Menschen haben können. Ich werde unter den Punkten Hunde und Kinder, Senioren und psychisch Kranke genauer auf die positiven Aspekte eingehen. Generell differenziert Frau Dr. phil. Carola Otterstedt (nachzulesen in "Menschen brauchen Tiere") zwischen biologischen, psychologischen und sozialen Wirkungen.

In einigen Studien wurden die physischen/physiologischen Wirkungen untersucht. Hier konnten verschiedene Reaktionen, wie z.B. Senkung des Blutdrucks und Muskelentspannung nachgewiesen werden.

Mentale und psychologische Wirkungen wären z.B:

  • Kognitive Anregung und Aktivierung (Lernen über Tiere und Tierhaltung, Anregung des Gedächtnisses (Tiernamen), Austausch und Gespräch mit anderen Menschen)
  • Förderung emotionalen Wohlbefindens (Akzeptiertwerden, Geliebtwerden, Zuwendung, Trost, Ermunterung, Zärtlichkeit, Intensität etc.)
  • Förderung von positiven Selbstbild, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein (Konstante Wertschätzung, Verantwortung übernehmen)
  • Förderung von Kontrolle über sich selbst und die Umwelt (Zutrauen, Sensibilisierung für eigene Ressourcen, Erfordernis von Selbstkontrolle)
  • Förderung von Sicherheit und Selbstsicherheit, Reduktion von Angst (Unbedingte Akzeptanz, unkritische Bewunderung, Aschenputtel-Effekt (egal wie unattraktiv oder ungepflegt) etc.
  • Psychologische Stressreduktion, Beruhigung und Entspannung (Wahrnehmungs- und Interpretationsveränderung von Belastung, Trost und Beruhigung, Ablenkung)
  • Psychologische Wirkung sozialer Integration (Erfüllung von Bedürfnissen nach Zusammensein, nicht alleine sein)
  • Regressions-, Projektions- und Entlastungsmöglichkeiten (Katharsis, stilles Zuhören, enttabuisierter Umgang, Identifikationsmöglichkeiten)
  • Antidepressive Wirkung, antisuizidale Wirkung (emotionale Zuwendung, Trost und Ermutigung, Verbundenheit etc.)
Der dritte Wirkungseffekt sind die sozialen Punkte, wie z.B. Nähe, Vermittlung von positiver sozialer Attribution etc.

Des Weiteren besteht eine starke Beziehung zwischen dem Sicherheitsgefühl des Menschen und dem Vertrauen. Vertrauen kann durch Berühren, Streicheln, Riechen und Umarmen gewonnen werden. Zu Entwicklung des Vertrauens ist dies sehr wichtig. Es bezieht sich stark auf das Sicherheitsgefühl des Menschen. Der Mensch hat auch als Erwachsener das Bedürfnis gestreichelt zu werden, und zu streicheln. Oft aber erlauben die gesellschaftlichen Normen dieses Streicheln nicht. Es wird als sexuelle äußerung gedeutet. Das ist allerdings nicht immer richtig. Die Bedürfnisse der Hautberührung und des Streichelns können auch durch das Streicheln von Tieren befriedigt werden. Ein Tier zu streicheln widerspricht nicht den moralischen Vorstellungen, ist also ohne Verletzung von moralischen Regeln durchführbar. Dies wärmt und beruhigt die Menschen. Den Aufbau des Selbstvertrauens und des Vertrauens in ihre Umwelt können die Patienten mit Hilfe von Tieren auf natürliche Weise erlangen. Dabei sammeln Menschen positive Erfahrungen. (Sylvia Greiffenhagen, Tiere als Therapie 1993).

 


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