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Tiere als Therapie

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Lunas in der Schule

 

Luna in der Schule

Luna und Schüler

Ich habe mit Luna die 7. Klasse der Hauptschule Oberpleis im Kunstunterricht besucht. Die Kinder waren zwischen 13 und 16 Jahren alt. Ein Schulbesuch sollte immer gut vorbereitet sein. Der Lehrer muß vorher mit den Kindern über den Besuch reden. Wichtig ist, dass man im Vorfeld abgeklärt hat, ob vielleicht ein Kind unter einer Tierhaarallergie leidet oder ein Kind Angst vor Hunden hat. Gerade bei kleineren Kindern sollten die Eltern vorher über den Besuch informiert werden. Auch sollte besprochen werden, wie die Kinder auf den Besuch des Hundes reagieren sollen. Sie sollten erst einmal ruhig auf den Plärtzen sitzen bleiben und nicht alle mit Geschrei auf den Hund zustürmen. Aber Kinder können für ein Tier doch ganz rücksichtsvoll sein... Die Klasse 7d war auf unseren Besuch gut vorbereitet. So blieben erst einmal alle ruhig sitzen.

Und dass dies den Kindern sehr schwer fiel, war deutlich zu sehen! Ein Mädchen hatte Angst vor Hunden, da sie bereits einmal gebissen wurde und sass deshalb neben der Lehrerin am Pult. Als ich mit Luna in der Klasse stand, durften die Kinder erst einzelnd auf Luna zu kommen und sie streicheln. Recht schnell wollten dann aber alle und so versammelten sie sich um Lunchen. Ich liess Luna Platz machen. Luna freute sich, legte sich auf die Seite und auf den Rücken und genoss die Streicheleinheiten.
Luna und Schüler

Mit der Zeit traute sich dann auch das Mädchen mit der Angst in Lunas Nähe. Sie streichelte Luna vorsichtig über den Po. Als Luna sich nach ihr umdrehte und sie anschaute meinte sie erschrocken: "Guck mich nicht an!" Im Laufe der Zeit wurde ihre Angst aber besser und am Ende der Unterrichtsstunde lief sie sogar neben Luna und mir her und streichelte sie kurz über den Kopf.

Später mußten alle Kinder auf ihren Platz gehen und wir liessen Luna zu einzelnen Kindern laufen. Gemeinsam überlegten wir, warum Luna zu bestimmten Kindern gelaufen war. Danach durfte dann noch einige Schüler Luna an der Leine führen. Der Besuch war wirklich sehr schön und erfolgreich.

Tiere wirken sich nachgewiesener Weise positiv auf Kinder und deren Erziehung aus. Selbst ein Klassenbesuch kann schon Erfolge zeigen. Zum einen kann man etwas gegen Ängste unternehmen. Weitere Punkte sind aber auch, dass Kinder eher Rücksicht auf ein Tier nehmen und somit z.B. ruhiger sind. Die Lehrerin war in diesem Falle erstaunt, wie leise die Schüler ihre Stühle nach dem Klingeln hochstellten und den Raum verliessen. Zwischenzeitlich machten sie sich immer gegenseitig darauf aufmerksam, wenn einige zu laut und hektisch wurden. Dann hiess es nur: "Pscht, die Luna mag das nicht." Ein Hund geht zu allen Kindern hin, auch zu Kindern die nicht besonders beliebt sind. Dem Hund gegenüber können Kinder eher Gefühle zeigen, so ist es nicht peinlich, einen Hund zu knuddeln oder zu umarmen.