Tiere als Therapie |
| Luna besucht eine alte Dame | ||||||
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Hier in Deutschland besuchten Luna und ich eine 80 Jahre alte Demenzkranke Dame (Frau L.). Luna begrüßte sie und
legte sich dann auf den Boden. Frau L. streichelte Luna. Zwischendurch verliess die Dame immer wieder den Raum.
Sobald sie wiederkam und dann Luna ansah, wedelte Luna mit dem Schwanz und hob erwartungsvoll den Kopf. Die Dame freute sich darüber
und sagte immer wieder zu mir:" Siehst Du! Die Luna mag mich nämlich! Die merkt einfach, wie sehr ich sie mag."
Das ganze wiederholte sich drei oder vier mal. Oder sie meinte nur: "Ja, die Luna hat mich richtig lieb." Dann suchte sie nach einem Hundegeeigneten
Lerckerli, da "ihr Besuch bestimmt etwas essbares erwarten würde." Es fanden sich dann auch einige Reste, gekochte Nudeln. Gerade bei älteren Menschen kann man mit der tierunterstützenden Therapie sehr viel erreichen. Dies setzt
natürlich voraus, dass
die Leute Hunde bzw. Tiere auch mögen. Den meisten alten Menschen
fehlt es an Aufmerksamkeit, Liebe und Kontakt. Von einem Tier fühlen sich die Menschen uneingeschränkt geliebt und angenommen.
Vielleicht erinnert er sich an seine eigenen Tiere vor vielen Jahren. Zum anderen
wird aber auch das Neuzeitgedächtnis gefordert. Die Leute möchten sich gerne den Namen und die Rasse und vielleicht noch weitere
Informationen über den Hund merken. Das Streicheln des Hundes und auch das Füttern von Leckerlis hat nicht nur für den Hund
eine positive Auswirkung. Der Mensch führt beim Streicheln über den ganzen Rücken des Tieres eine große Bewegung mit der Schulter aus,
dies ist leider bei älteren Menschen selten. Das Füttern von kleinen Leckerlis benötigt eine gewisse Fertigkeit im Bereich der
Feinmotorik. Bei einem Besuch in einem Altenheim kann der Anreiz einen Hund zu sehen und zu streicheln manchmal auch
so groß sein, dass sich selbst die Bewohner, die nur noch in ihrem Zimmer sitzen möchten, den Weg in den
Aufenthaltsraum auf sich nehmen. Auf dem Foto sieht man Luna mit meiner Großmutter (86 Jahre). Hier sieht man zwei Punkte deutlichl Meine Großmutter, auch Demenzkrank, spricht
mit Luna und freut sich, dass diese ihr anscheinend zuhört.
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