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Liebe Hunde-Freunde!
Wenn Eurer Hund auch einen isolierter Processus anconeus hatte, würde ich mich sehr über einen weiteren Bericht freuen! Vielleicht
kann ja dem einen oder anderen auf diese Weise geholfen werden, denn der Verlauf ist ja nicht immer so, wie es im Lehrbuch steht.
Simone
Inhalt
Erfahrungsbericht von meinem Bernhardiner Oso
medizinische Informationen
Erfahrungsbericht über Oso
Mit ca. 6 Monaten begann Oso zu humpeln. Er wurde geröngt und
ein isolierter Processus anconeus festgestellt. Da ein Bernhardiner in der Entwicklung recht langsam ist, bestand die Hoffnung,
dass sich die Diagnose noch verändern könnte, so wartete ich noch 2 Monate. In dieser Zeit bekam er homöopathische
Frischzellen gespritzt, um das Risiko einer Arthrose zu verringern. Danach wurde er erneut geröngt, leider zeigte sich
keine Besserung. Er musste also mit 8 Monaten operiert werden. Man sagte mir aber gleich, dass er trotzdem Arthose bekommen
könne, nur wäre diese bei einer Operation im Verhältnis nicht so dramatisch und wahrscheinlich wie ohne OP.
Die Zeit nach der OP war wirklich nicht schön. Ich habe ihn in der Tierklinik in Duisburg operieren lassen und
er musste 2 Tage dort bleiben. Als er nach Hause durfte, war er von oben bis unten voller Urin und voller Beruhigungsmittel.
Sein Bein musste noch 2 Tage hochgebunden bleiben und so konnte er nur kurz zum Pipi machen raus. Weitere 3 Monate musste
er geschont werden. Leider bekam Oso schnell Arthrose und später auch Arthritis, so dass er eigentlich immer leicht
gehumpelt hat. Weiteres schreibe ich als extra Thema zu Arthrose und Arthritis. Bitte dort weiterlesen.
medizinische Informationen
Beim Processus anconeus handelt es sich um einen Knochenvorsprung
der Elle, dessen Wachstumsfuge im Alter von 16-20 Wochen geschlossen sein sollte. Fehlt diese knöcherne Verbindung, liegt
ein Krankheitsbild vor, welches zwei Ursachen haben kann.
- verzögertes Längenwachstum der Elle, dadurch Druuckveränderung und Irritationen in der Wachstumsfuge,
dies führt zum isolierten Proc. Anconeus; die Teile passen nicht aufeinander und es bildet sich eine Stufe, dieser Zustand
kann sich auch noch normalisieren, beim erwachsenen Tier sollte der Defekt aber behandelt werden
- eine äussere Einwirkung in Form von übermässiger Belastung während der Wachstumsfuge führt zu einer
Fragmentierung des Proc. Anconeus, der Krümmungsfortsatz des Ellenbogenhöckers ist nur mit Knorpel am Knochen
verbunden und somit gegen mechanische Einwirkung geschwächt. Der Processus kann abreissen. In 30% kommt dies beidseitig
vor. Der abgelösste Processus sollte operativ entfernt werden.
Die Hunde zeigen Bewegungsunlust und Lahmheit, oft wird dies durch einen entzündungsbedingten Gelenkserguss
hervorgerufen. Die Schmerzen steigen mit zunehmender Belastungsdauer an und können auch durch passives Beugen und
Strecken ausgelöst werden. Die Hunde zeigen eine typischen Schonhaltung mit nach außen gedrehten Pfoten und Unterarmen
und nach innen gedrehten Ellenbogen. Als Folgeerscheinung treten Arthrosen auf.
In leichteren Fällen von freien Gelenkkörpern kann die Erkrankung durch absolute Schonung und ein Futterumstellung ausheilen. In schweren Fäallen müssen die freien oder abgebrochenen Gelenkstücke jedoch operativ entfernt werden. Eine alternative Behandlungsform bietet eine frühzeitige Krankengymnastik und eine Goldimplantation
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