Spondylose


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Spondylose

Liebe Hunde-Freunde!

Wenn Eurer Hund auch unter Spondylose leidet, würde ich mich sehr über einen weiteren Bericht freuen! Vielleicht kann ja dem einen oder anderen auf diese Weise geholfen werden, denn der Verlauf ist ja nicht immer so, wie es im Lehrbuch steht.

Simone

Inhalt

Erfahrungsbericht über DustyDusty

Bericht vom 07.08.2003
Seit letztem Samstag wissen wir, das unser 8,5 Jahre alter Neufundländer Dusty an Spondylose leidet. Auch bei ihm ist der Hals- und Lendenwirbelbreich betroffen. Er wollte plötzlich nicht mehr laufen und junkte vor Schmerzen. Freitag Morgen fuhren wir sofort zum TA und er bekam erstmal ein Schmerzmittel mit Enzündungshemmer gespritzt. Wir sollten dann die Wirkung abwarten (wenn keine Besserung eintrat natürlich noch am gleichen Tag wieder zum TA) und fuhren dann Samstag Morgen wieder zum TA. Dort wurde er dann auch geröngt und die Diagnose gestellt. Zur Zeit bekommt er Rimadyl und ein Vitamin B Präparat. Ich gebe ihm zusätzlich noch Vermiculite, das hat mir eine Freundin empfohlen. Ende der Woche soll ich unserem TA Bericht erstatten und dann beraten wir, was weiter gemacht wird.

Ich denke auch über eine Goldakupunktur nach. Da Dusty diese bereits vor fast 3 Jahren an den Ellebogen bekam. Dort hatten sich bereits Arthrosen gebildet und er konnte gar nicht mehr scherzfrei laufen. Diese Behandlung hat ihm sehr gut geholfen. Heute ist er noch immer beschwerdefrei. Ich habe diese Behandlung in Kamen bei Dr E. Schulze, machen lassen. Damals habe ich für beide Ellenbogen 800 DM gezahlt. Auf die Idee mit der Goldakupunktur hatte mich eine Bekannte gebracht. Ihr jüngerer Bobtail hatte hochgradige HD und der alte Bobtail auch Spondylose. Der Jüngere wurde mit Gold behandelt und ist auch bis heute schmerzfrei. Der Ältere ist leider vor der Behandlung eingeschläftert worden. Damals wurde ihr eine 50 % Chance der Linderung zugesichert. Wie es heute aussieht kann ich noch nicht sagen, werde mich da aber in der nächsten Woche mal schlau machen.

Bericht vom 08.08.2003
Ich wollte nur kurz erzählen, dass wir für Dusty am kommenden Freitag einen Termin zur Goldakkupunktur haben. Der Tierarzt gab an, dass eine Erfolgschance bei 96% liegt. Näheres werden wir wohl an dem Tag noch erfahren. Informationen gibt es auch auf der Homepage vom Tierarzt: www.ta-schulze.de .

Bericht vom 13.08.2003 Dusty
Freitag war der Termin in Kamen bei Dr. Schulze. Ich habe ein Röntgenbild von meinem Haustierarzt mitgebracht und ein weiteres, von der Halspartie, wurde in Kamen noch mal gemacht. Dabei stellte sich heraus, dass die eigentliche Spondylose gar nicht so schlimm ist. Sondern die darüber liegenden Spondylathrosen. Das wird aber gleich behandelt. Er versicherte uns noch mal eine Erfolgschance von über 90 %. Dusty bekam eine Narkose und dann wurde ihm der Nacken und die Lendenpartie geschoren. In den Nacken bekam er 3 mal 2 und in den Lendenbereich 4 mal 2 Wirbel "vergoldet". Während der Behandlung erzählte uns Dr Schulz viel zum Thema Goldakupunktur. Er zeigte uns auch ein Bild von einem Tiger der von einem Kollegen "vergoldet" wurde. Er war wie immer sehr nett und hat alle unsere Fragen beantwortet. Der Tierarzt war sehr nett und sympathisch. Vom Fachlichen her kann ich ihn auch nur weiterempfehlen. Jetzt heißt es dann abwarten. Obwohl, er bekommt zur Zeit keine Schmerztabletten und es geht ihm gut.

Erfahrungsbericht über SiouxsieSiouxsie

Hier die bisher noch kurze Geschichte von Siouxsie's (6 Jahre alt) Spondylose:
Sie hatte im Februar ziemlich plötzlich starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich, wenn man sie da nur berührte, schrie sie schon auf (allerdings ist sie eher wehleidig...), bin dann natürlich sofort zum TA, der erste machte auf mein Drängen hin dann auch eine Röntgenaufnahme, die so schlecht war, dass man nix sehen konnte und sagte, es sei trotzdem Spondylose und wie lange mein Hund noch leben könnte, könnte man nicht sagen, evtl. halt auf Dauer Schmerzmittel geben. Sie bekam dann drei Wochen Metacam, damit wurde es etwas besser, danach bekam sie noch Corbuvit.

Ich wollte mich mit dieser Diagnose nicht so einfach abfinden und bin auch auf zuraten meiner THP zu einem Fachtierarzt gegangen, der den Hund erst mal sehr genau auf Schmerzen und auch Ausfallerscheinungen abgetastet hat und sie anschließend unter Narkose geröntgt hat. Auf diesen Bildern konnte man dann tatsächlich die Spondylose-Häckchen sehen, allerdings auf Rippenhöhe, während im Lendenwirbelbereich eine akute Entzündung zu erkennen war. Außerdem legte das Röntgenbild Verdacht auf Cauda Equina nahe, wobei Siouxsie zum Glück bis heute keine entsprechenden Symptome (h&aml;ngender Schwanz, Schleifen der Hinterpfoten o.ä.) zeigt.

Kurz drauf bekam Siouxsie eine Magenschleimhautentzündung, die dieser neue TA auf die Medikamente zurückführte, also wurden die Medikamente abgesetzt, um erst mal den Magen zu stabilisieren. Der TA hat mir dann noch Rimadyl mitgegeben, allerdings hab ich, nach R ücksprache mit der THP Siouxsie dann Vermiculite gegeben, und dann waren die Schmerzen innerhalb von einigen Tagen verschwunden.

Seither geht es der Süßen gut, man merkt ihr eigentlich nichts an. Nur vor einigen Wochen war meine Schwester mit ihrer jungen Hündin zu Besuch, und die beiden haben viel getobt, und am nächsten Tag humpelte Siouxsie leicht. Ansonsten passe ich natürlich etwas mehr auf als früher, möglichst keine Bälle, kein Fahrradfahren, jedoch ausreichend Bewegung, um die Muskeln aufzubauen. Schwimmen hasst Siouxsie leider.

Erfahrungsbericht über Cera von den DrömlingsbärenCera

Ich habe eine Neufundländerhündin, die jetzt 6 Jahre alt ist. Im Alter von ca. 3 Jahren sprang sie nicht mehr ins Auto, sondern stieg ein. Das war so das erste Symptom, welches ich zwar bemerkte, aber erst nicht weiter beachtete. Voriges Jahr im wurde es immer schlimmer. Cera konnte sich, nachdem sie tagsüber mit anderen Hunden getobt hatte, nicht mehr hinlegen. Dies trat meistens nur nachts auf. Worauf wir dann natürlich mehrmals mitten in der Nacht zum Tierarzt mussten. Als sich der Zustand nicht besserte, wurde sie erst auf HD (ist HD-Frei) und dann auf Spondylose getestet. Die Diagnose war Spondylose im Lendenwirbelbereich.

Daraufhin hat der TA Rimadyl gegen die Schmerzen. Da dieses Mittel aber Auch starke Nebenwirkungen wie zum Beispiel Nierenschäden hat, habe ich mit meinen TA über andere Behandlungsmethoden gesprochen. Er wollte mir u.a. eine sehr teure Decke andrehen und noch einiges mehr. Es gibt auch Operationen, wo die Verknöcherungen entfernt werden, ich bin aber der Meinung, das so eine OP überflüssig und für den Hund Quälerei ist, da die Verknöcherungen wieder nachwachsen.

Ceras Schmerzen wurden schlimmer. Wwir konnten sie schon nicht mehr mit anderen Hunden spielen lassen, weil sie sich daraufhin nachts nicht mehr hinlegen konnte. Wir waren wirklich am Verzweifeln und wussten nicht mehr was wir tun sollen. Wir hatten sogar schon darüber dachgedacht, sie einschläfern zu lassen, da ihr Zustand schlechter wurde und wir ihr die Schmerzen ersparen wollten.

Ich habe dann die Telefonnummer einer Frau bekommen (Zum Glück!). Sie hat mir die GOLDIMPLANTATION empfohlen. Dabei wird der Hund unter Narkose gesetzt und bekommt kleine Goldkügelchen eingesetzt. Diese vermindern oder beheben den Schmerz. Die Erfolgsquote ist jedenfalls sehr hoch. Diese Methode führen auch TÄ in Deutschland durch. Sie ist hier aber noch relativ neu und somit haben sie auch noch nicht die Erfahrung. Die Goldimplantation stammt ursprünglich aus Dänemark von Herrn Dr. Gregersen. Wir hatten uns entschlossen, dass wir sie nur bei ihm durchführen lassen wollen, da er die Erfahrung hat es wirklich perfekt macht und es dann nicht nachgebessert werden muß. Man braucht wirklich Fingerspitzengefühl, denn die Kügelchen müssen an der richtigen Stelle sitzen. Als Ceras Zustand sich nicht besserte, sind wir schon im Januar nach Dänemark gefahren, anstatt wie geplant im Frühling. Auch als wir dort waren, litt sie unter starken Schmerzen. Cera bekam die Goldkügelchen unter Narkose eingesetzt und wir konnten sie ein paar Stunden später wieder abholen. Ihr wurden an 12 Stellen insgesamt 24 Goldkügelchen eingesetzt. Die OP hat ca. umgerechnet 1400 DM gekostet. Wir hatten uns für eine Woche ein Ferienhaus gemietet u. "Urlaub" gemacht. Bei manchen Hunden wirkt es sofort, bei anderen erst nach einen 3/4 Jahr. Die meisten verspüren aber eine sofortige Verbesserung. Cera ging es schon am nächsten Tag wieder gut. Sie rannte u. tobte. Nachts hatte sie keinerlei Probleme mehr.

Das ist bis heute, ein 3/4 Jahr später, auch so geblieben. Manche TÄ sind skeptisch und halten nichts davon, obwohl sie sich noch nicht damit befasst haben. Diese Methode wird sogar schon bei Menschen angewendet. Ich würde jeden raten, bei so einer Diagnose mehrere TÄ zu fragen und sich auf keinen Fall auf einen zu verlassen. Mein (ehemaliger) TA z.B. dachte nur an seinen eigenen Profit. Man sollte auch andere Hundebesitzer mit ähnlichen Diagnosen fragen, denn wenn ich diese Frau nicht gekannt hätte, würde meine Cera sehr wahrscheinlich nicht mehr leben. Die Adresse von dem Arzt in Dändemark ist: Aalborg Dyrehospital, Frederikstadvej 10 , DK-9200 Aalborg SV oder besucht die Homepage Die Arztelferinnen sprechen allerdings außer dänisch nur Englisch. Dr. Gregersen spricht etwas Deutsch. Er ist auch sehr nett. Viele Grüße u. hoffe das ich anderen Hundebesitzer weiterhelfen konnte. Katrin.

 

medizinische Informationen

Das Wort Spondylose setzt sich aus dem griechischen spondylon= Wirbelsäule und -ose= degenerativ bedingt zusammen. Somit heißt es übersetzt altersbedingte oder verschleißbedingte Veränderung an der Wirbelsäule.

Es gibt zwei Formen der Spondylose, nämlich einmal die altersbedingte Form, genannt Spondylosis deformans. Diese Form kann ab Lebensmitte bei Mensch und Tier entstehen. Der degenerative Prozess wird möglicherweise durch die Einwirkung von Zug und Druckkräften auf die Wirbelsäule ausgelöst. Mikrotraumen bewirken Verknöcherungen. Es kommt zu Verschleisserscheinungen der Bänder an der Unterseite der Wirbelsäule. An den normalerweise quadratischen Wirbelkörpern zeigen sich beim Röntgen helle stachelartige Vorsprünge - Knochenspangen, die sich anschicken den Zwischenwirbelspalt zu überbrücken. Durch Einlagerung von Mineralien erscheinen die degenerierten Bänder im Röntgenbild wie knöcherne Brücken zwischen den Wirbeln.
Die andere Form heißt Spondylitis deformans und tritt schon bei jungendlichen Hunden auf. In diesem Falle handelt es sich um eine rheumatische Erkrankung mit einem entzündlichen Prozess im Bereich der Bindegewebe der Wirbelsäule. Diese Form ist gefährlicher und wird gehäuft bei bestimmten Rassen, so z.B. dem Boxer beobachtet. In Blutuntersuchungen konnten signifikant Rheumafaktoren nachgewiesen werden.

Diagnose:
Bilder

Hier sieht man ein Rötgenbild der Spondylosis deformans eines Hundes ohne Symptomatik.

Die Diagnose wird durch die Symptome und Röntgendiagnostik gestellt. In manchen Fällen kann eine Kontrastmitteluntersuchung, eine Computertomographie oder eine Kernspintomographie nötig sein. Bilder

Und hier erkennt man laterale Ostheopythen einer Spondylosis deformans.

Bei Verdacht auf Spondylitis ist eine Blutuntersuchung nötig.

 

 

 

Einteilung in 5 Schweregrade:
Die Spondylose wird in 5 Schweregrade(Grad 0 - IV) eingeteilt. Es ist der Bandapparat entlang der Wirbel betroffen. Im Laufe der Zeit werden die Knochen permanent umgebaut, was sich negativ auf die Spondylose auswirkt. Es können sich Knochenzacken ("Papageienschnäbel", Grad I und II) bilden, die sich dann zu isolierten Brücken (Grad III), und später zu einer geschlossenen Knochenplatte ("Bambuswirbelsäule" Grad IV) verbinden. Zwischen den Wirbeln treten viele Nervenfasern heraus. Zu den starken Schmerzen des Tieres kommt es durch die extreme Reizung dieser Nervenfasern. Während die Spondylose zwischen dem Übergang von Brust- zu Lendenwirbeln den Hund stark behindert, ist die Beeinträchtigung der Spondylose zwischen Lendenwirbeln und Kreuzbein normalerweise nicht so stark.

Symptome:
Symptome können z.B. sein:
Versteifung und Schmerzen im Rücken, die zu Schwierigkeiten beim Hinsetzten, Hinlegen, Aufstehen , Treppensteigen, Springen und toben etc. führen.
Es kann zu Lahmheiten kommen, ebenso zum Humpeln. Manche Tiere haben schwache Hinterbeine und zittern in den Hinterbeinen, es besteht eine Instabilität im Stehen, es kann zum Umfallen kommen, eine oder beide Hinterpfoten können falsch gestellt sein, es kann zu Inkontinenz und einer Atrophie der Muskeln kommen, ebenso durch die Schmerzen zur Aggression oder Depression.

Therapie:
Eine ursächliche Therapie, die die Knochenspangen beseitigen würde, existiert leider nicht. Im vielen Fällen wäre sie sogar unnötig. Denn auch wenn das Röntgenbild dramatisch aussieht, sind mit dem Befund nicht immer Krankheitserscheinungen verbunden. Ein chirurgischer Eingriff hart nur in seltenen Fällen Sinn, nämlich dann, wenn die Verknöcherung Nervenwurzeln einengt.

Alle Medikamente sollten mit dem behandelnden Tierarzt besprochen werden:
Die Hunde bekommen in der Regel Schmerzmittel und nicht-steroidale Antiphlogistika (entzündungshemmende Mittel, Cortisonpräparate, möglichst nicht auf Dauer)
Homöopathie: (Am besten sucht man sich für die Behandlung mit Homöopathie einem in der Homöopathie bewanderten Tierarzt!), z.B. Steirocall, Harpagophytum, Vetokehl etc.)
Sonstige Möglichkeiten: Physiotherapie, Akupunktur, Goldimplantation und Zusatzfuttermittel wie z.B. Canosan

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